Schon vieles ausprobiert und doch kehren die Schmerzen immer wieder zurück?

Leiden Sie unter Arthrose, Arthritis, Rheuma oder haben Sie einen Tenniselenbogen? Wollten Sie immer schon etwas gegen Krampfadern und Lymph­stau tun?

Die jahrtausendalte, bewährte Methode der Blutegel­therapie kann Ihnen zu Linderung der Schmerzen und zur Heilung verhelfen. Die Anwendung der Blutegel ist in allen Kulturen bekannt und wird inzwischen auch in der Schweiz immer beliebter. Es gibt Kliniken in Russland, die Krankheiten fast nur noch so behandeln.

Das Speichelsekret der Blutegel enthält zahlreiche Substanzen mit heilsamer Wirkung. Verbesserung der Schmerzen und Beweglichkeit sind das Resultat.

Interessiert? Gerne informiere ich Sie über die Behandlung mit Blutegeln.

Bei welchen Erkrankungen werden medizinische Blutegel in meiner Praxis  eingesetzt?

Die Erfolge der Blutegeltherapie von Abszessen, Furunkeln und akuten Gichtanfällen sind beeindruckend. An die Ränder werden 3 – 4 Blutegel gesetzt, evtl. ein Hirudo direkt auf den Herd um die Druck- und Entzündungsschmerzen im Rahmen der Therapie sofort zu lindern. In der Regel genügt eine einmalige Behandlung. Bei größeren Entzündungsherden (Abszess und Karbunkel) können jedoch weitere Behandlungen nötig sein

Arthrosen

Oft genügt eine Blutegeltherapie um als Wirkung eine wochenlang anhaltende Schmerzlinderung zu erreichen. Auch bei allen anderen Arthosen werden oft sehr gute Ergebnisse erzielt was die Beweglichkeit und Schmerzfreiheit angeht.

Blutergüsse

Sind diese frisch, genügt oftmals eine einmalige Blutegeltherapie, bei älteren Blutergüssen sind oft 2 – 3   Behandlungen im Abstand von 2 – 3 Tagen  nötig um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Hierbei können auch sehr große und tiefsitzende Blutergüsse, zum Beispiel nach Operationen aufgelöst werden.

Dermatologie

Bei allen lokalen Erkrankungen, Entzündungen und Infektionen der Haut.  Die schnelle Wirksamkeit ist beeindruckend und spricht für den Einsatz dieser Therapie im Rahmen von dermatologischen Behandlungen.

Herpes Zoster

Die Blutegeltherapie bei Herpes Zoster ist sehr effektiv. Je früher die Therapie beginnt, umso schneller lassen die Schmerzen nach. Ein rechtzeitiges Setzen der Blutegel während des Bläschesstadiums  kann die Entwicklung einer Postzoster-Neuralgie meist abwenden.

Hörsturz, Tinitus, Morbus Meniere, Lagerungsschwindel und Mittelohrentzündungen

Es ist wichtig frühzeitig mit der Blutegeltherapie anzufangen. Ein Hirudo kann die Symptomatik lindern und das Hörvermögen verbessern. Bei jüngeren Patienten und im Frühstadium ist die Wirksamkeit gut, bei bereits chronifizierten Prozessen und älteren Patienten wird selten eine durchgreifende Wirkung erreicht. Je später die Blutegelbehandlung einsetzt umso geringer sind die Erfolgsaussichten. Es sind meist mehrere Behandlungen erforderlich um einen dauerhaften Erfolg der Therapie zu erreichen.

Ischialgie, Hexenschuss, Lumbalgie, BWS und HWS Syndrome, Bandscheibenvorfall

Durch die schmerzlindernde und durchblutungsfördernde Wirkung der Blutegel erreicht man eine Entkrampfung der Muskulatur und eine Verbesserung der Beweglichkeit. Bei der Behandlung von akutem und chronischem Hexenschuss mit oder ohne Ischialgie reduzieren Blutegel die Schmerzen meist sofort.

Behandlung bei der Arterielle Hypertonie, Koronare Herzkrankheit, Angina Pectoris und Zustand nach Herzinfarkt

Hierbei kann die Blutegeltherapie die medikamentöse Behandlung ergänzen. Das Ziel ist es den Blutdrucksenkenden Einfluss der Hirudo zu nutzen und die Durchlässigkeit der Gewebe für die verordneten Medikamente zu verbessern.

Verspannungskopfschmerzen

Durch eine Lockerung der Nackenmuskulatur ist hier auch oft eine Verbesserung der Situation zu erreichen.

Bis zum 19. Jahrhundert war in Europa die Behandlung mit Blutegeln weit verbreitet. Durch neue Therapieverfahren verloren die Blutegel zunehmend an öffentlichem Interesse, behielten aber ihre Bedeutung und Wirkungsweise.

In meiner Praxis werden speziell gezüchtete Blutegel  verwendet, die einer strengen Überwachung des Arzneimittelgesetzes unterliegen.

Die Blutegel geben mit ihrem Speichel eine komplexe Mischung aus Wirkstoffen ab. Diese Stoffe führen zu einer lokalen Entstauung des Gewebes, wirken blutverdünnend, schmerzstillend, entzündungshemmend und leiten Toxine und Stoffwechselprodukte aus. 

Von den Wirkstoffen sind primär Hirudin (lokal gerinnungshemmend) und Egelin (entzündungshemmend) zu nennen, welche bereits seit vielen Jahren in der Medizin Anwendung finden. 

 

Vorbereitung für die Blutegeltherapie

​Weil Blutegel sensibel auf Hautgerüche, Duftstoffe und Ausdünstungen von Nikotin, Alkohol und Medikamenten reagieren, sollte der Patient vor der Behandlung einige Regeln beachten. So sollte er beispielsweise seine Haut an der entsprechenden Stelle nur mit Wasser waschen.

Durchführung der Blutegeltherapie

Am Anfang steht ein ca.  20 minütiges  Anamnese- und Beratungsgespräch. Wichtig ist mir, über  möglichen Nebenwirkungen aufzuklären und Kontraindikationen auszuschließen. Eventuell mache ich Ihnen einen anderen Therapievorschlag, weil für Sie eine andere  Therapie besser geeignet ist. Dieses Beratungsgespräch beinhaltet auch eine kurze Untersuchung.

Für die Blutegel-Therapie sollten Sie einen Zeitraum von 2,5 Stunden einplanen. Manchmal dauert es bis zu einer Stunde ehe alle Blutegel angedockt sind. Die Blutegel saugen dann je nach Tageslaune und Blutegelcharakter 30 Minuten bis 90 Minuten an der Bissstelle. Der Biss der Blutegel wird manchmal kaum bemerkt oder ähnlich einem Insektenstich, Brennessel-brennen oder Haare-ziepen empfunden.

Hat der Blutegel genug getrunken, fällt er satt und glücklich ab. Sie haben den Blutegel glücklich gemacht und der Blutegel hat Ihnen dann hoffentlich Linderung verschafft. Manchmal dauert es aber auch bis zu 6 Wochen, ehe eine spürbare Besserung eintritt.

Die Wirkung der Blutegeltherapie

Während die Blutegel beißen, wird die Bissstelle gleich mit Stoffen seines Speichels betäubt und ist anfangs mit der Berührung einer Brennessel vergleichbar. Es werden beim Saugen von ihnen bestimmte Stoffe frei gesetzt. Der wichtigste von ihnen ist Hirudin, das in seinen Halsdrüsen produziert wird. Das Hirudin hat u.a. eine gerinnungshemmende Wirkung, das ist auch der Grund für das lange Nachbluten der Wunde. Außerdem regt es den Lymphstrom an und kann durch die lokale Gefäßerweiterung krampflösend und entzündungshemmend wirken.

Das gilt ebenso für den einhergehenden Blutverlust. Da sich dieser wegen der langen Nachblutung über mehrere Stunden hinzieht, kann eine Blutegeltherapie mit einem sehr langsamen, sanften Aderlass (ca. 20-50 ml Blut) verglichen werden.

Zusätzlich fördern die Substanzen des Blutegels die Bildung der weißen  Blutkörperchen (Leukozyten) ebenso wie deren Aktivität. Da Leukozyten eine sehr wichtige Position bei der Abwehr von Krankheitserregern einnehmen, führt deren Erhöhung zu einer merklichen Entlastung des Immunsystems.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Krampfadern, Varikosis, Besenreisser Thrombophlebitis

Traditionell sind Erkrankungen der Venen eine Domäne der Blutegeltherapie und die häufigste Indikation in der Praxis. Die Patienten kennen die hilfreiche Wirkung der Blutegel meist schon aus der Familie. Hierbei sind jedoch oft mehrere Sitzungen nötig da man von oben vom Kreuzbein her mit einer Entstauungstherapie beginnen sollte. Krampfadern können zwar durch Blutegel nicht beseitigt werden da sie anlagebedingt  sind, jedoch kann die Fließfähigkeit des Blutes erhöht, das venöse System entlastet und die Beschwerden gelindert werden. Damit hilft die Blutegeltherapie, das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten, Schmerzen und Ödeme zu reduzieren und Komplikationen zu vermeiden. Entgegen der Vorstellung vieler Patienten steht der ästhetische Aspekt nicht im Vordergrund. Oft kann durch die regelmäßige Blutegeltherapie eine Operation hinausbezögert  oder vermieden werden. Günstig ist es auch, nach einer Venenoperation Hirudo anzusetzen, um die Rezidivbildung zu hemmen.

Prellungen, Verstauchungen und andere Sportverletzungen

Zerrungen und Verstauchungen verursachen starke Schmerzen  durch Muskelfaserdehnungen und -risse, sowie durch das sich entwickelnde Hämatom und den Lymphstau. Durch die Blutgefäßweitstellung den Abbau von Hämatomen und die Schmerzlinderung erweisen sich Blutegel hier als echte Notfallhelfer und werden auch in der modernen Sportmedizin gerne eingesetzt.

Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen z. B. Tennisarm            (Epicondylitis) und Golferellenbogen

Hier können mit Blutegeln sehr gute, wissenschaftlich belegte Resultate erreicht werden. Oftmals ist es sinnvoll nach 1 – 2 Wochen die Behandlung zu wiederholen um einen stabilen Behandlungserfolg zu erzielen.

Abschließender Tipp aus der Praxis: Blutegel bei Wechseljahresbeschwerden

Wir wissen bisher nicht wie die Blutegeltherapie auf den Hormonhaushalt wirkt. Die Praxis zeigt jedoch, das die Behandlung in den Wechseljahren ein Segen ist!

Kontraindikationen sind:

  • Bluterkrankungen, Einnahme von Blutverdünnern

  • akuten Infektionskrankheiten, Fieber

  • Immunschwäche

  • Wundheilungsstörungen

  • fortgeschrittenen Lebererkrankungen

  • chronischen Blutungen

  • Schwangerschaft, Stillende

  • Kinder

  • evtl. Allergiker